In diesem Projekt wurden wir von einem Kunden beauftragt, der sich über auffällig hohe Stromkosten im Zusammenhang mit seiner Pooltechnik wunderte. Besonders der Technikraum fiel durch einen dauerhaft hohen Energieverbrauch auf – unabhängig davon, ob der Pool intensiv genutzt wurde oder nicht.
Analyse der bestehenden Pooltechnik
Nach einer Vor-Ort-Begehung und elektrischen Messungen zeigte sich schnell die Ursache:
Die vorhandenen Poolpumpen arbeiteten mit konstanter Drehzahl und zogen dabei dauerhaft rund 9,7 Ampere Strom pro Pumpe. Bei einer üblichen Netzspannung von 230 Volt entspricht das einer Leistungsaufnahme von etwa 2,2 kW – und das im Dauerbetrieb.
Zusätzlich war eine deutlich überdimensionierte Wärmepumpe installiert. Für ein Becken mit nur rund 10 Kubikmetern Wasserinhalt war eine Wärmepumpe mit 30 kW Leistung verbaut. Solche Leistungen sind eher für sehr große Becken oder Hotelanlagen sinnvoll, führen in kleinen Anlagen jedoch zu unnötig hohem Stromverbrauch, häufigem Takten und ineffizientem Betrieb.
Unsere Lösung: Anpassung statt Überdimensionierung
Unser Ansatz war klar:
Nicht „mehr Leistung“, sondern bedarfsgerechte, moderne Technik.
1. Austausch der Poolpumpen
Die alten Pumpen wurden durch moderne, frequenzgesteuerte Umwälzpumpen ersetzt. Diese passen ihre Drehzahl automatisch dem tatsächlichen Bedarf an – etwa Filtration, Zirkulation oder Laufzeiten.
Das Ergebnis:
- vorher: 9,7 Ampere ≈ ca. 2,2 kW
- nachher: 2,7 Ampere ≈ ca. 0,6 kW
Allein hier ergibt sich eine Stromersparnis von rund 70 % bei der Pumpenleistung – bei gleichzeitig ruhigerem Lauf und besserer Wasserhydraulik.
2. Austausch der Wärmepumpe
Die überdimensionierte 30-kW-Wärmepumpe wurde durch ein passend ausgelegtes Modell ersetzt. Die neue Wärmepumpe arbeitet effizient, gleichmäßig und benötigt im Betrieb nur noch rund 11 kW elektrische Leistung, um das Becken zuverlässig zu beheizen.
Das bedeutet:
- weniger Einschaltzyklen
- geringerer Verschleiß
- deutlich niedrigere laufende Stromkosten
Das Ergebnis: spürbare Entlastung bei den EnergiekostenDurch die Kombination aus frequenzgeregelten Pumpen und einer richtig dimensionierten Wärmepumpe konnte der Stromverbrauch im Technikraum massiv reduziert werden. Der Pool läuft nun effizienter, leiser und deutlich kostensparender – ohne Komfortverlust für den Nutzer.
Gerade dieses Projekt zeigt sehr deutlich:
Hoher Stromverbrauch im Poolbereich liegt häufig nicht am Pool selbst, sondern an veralteter oder falsch ausgelegter Technik.
Unser Fazit
Eine fachgerechte Analyse, korrekte Dimensionierung und moderne Pooltechnik zahlen sich aus – ökologisch wie ökonomisch. Wer seine Poolanlage regelmäßig überprüfen lässt, kann oft mit überschaubarem Aufwand dauerhaft Energiekosten senken.
Genau hier setzen wir an: technisch fundiert, praxisnah und immer mit Blick auf Effizienz und Nachhaltigkeit.





Januar 2026
